Der Beginn des Mutterseins
Wie frühe Erfahrungen das ganze Leben formen
Die Tiefenpsychologie geht davon aus, dass jede Lebenserfahrung von Anfang an in uns erhalten wird und in uns wirken kann. Im Erwachsenenalter treten diese Erinnerungen oft unbewusst wieder hervor – ausgelöst durch entsprechende Schlüsselreize.
In meiner therapeutischen Arbeit erlebe ich täglich, wie stark solche frühen Prägungen das heutige Fühlen und Handeln bestimmen. Deshalb ist es meine Herzensaufgabe, werdende Mütter bei der Aufarbeitung ihrer eigenen Lebensgeschichte zu unterstützen und liebevoll zu begleiten. Sich den eigenen Prägungen zu stellen, ist kein Makel, sondern ein Zeichen von Reife. Und die Liebe zeigt uns dabei den Weg.
Für viele Frauen ist die Schwangerschaft die tiefgreifendste Erfahrung ihres Lebens. Manchmal erfüllt sich damit ein lang ersehnter Wunsch, manchmal kommt eine Schwangerschaft gänzlich unerwartet. In beiden Fällen hat sich die Seele des Kindes entschieden, genau diese Eltern und diesen Lebensweg zu wählen.
Dieser Gedanke wirft unweigerlich die Frage auf, wann das Leben beginnt. Leben entsteht nicht erst mit der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle. Bereits die seelische Verbindung von Mann und Frau hinterlässt einen energetischen Abdruck, den die DNA des entstehenden Kindes aufnimmt. Diese Grundschwingung begleitet seine gesamte Entwicklung.
Dieses Wissen ist in vielen Mythen wiederzufinden und für viele Kulturen selbstverständlich. Für unsere westliche Kultur hat C. G. Jung, Schüler Freuds und Pionier der analytischen Psychologie, in seinen Arbeiten zu archaischen Bildern gezeigt: Eltern – vorwiegend die Mutter – geben unbewusst seelische Inhalte an ihr Kind weiter. Während der Schwangerschaft besteht eine geradezu symbiotische Einheit. Hier liegt die einzigartige Verantwortung der Mutter.
Spannend in diesem Zusammenhang ist das Wissen, dass sich der Embryo in den ersten Tagen nach seiner Zeugung in Rekordzeit entwickelt. Bereits um den 20. Tag, wenn der Embryo kaum zwei Millimeter misst, beginnt sein kleines Gehirn zu arbeiten. Gleichzeitig entsteht das Herz und pumpt eigenständig Blut – hauptsächlich zum Gehirn, damit sich die Zellen dort rasch vermehren können. Ab der 7. Woche sind bereits erste Nervenverbindungen aktiv, über die Informationen weitergeleitet werden.
Das Netzwerk »Gehirn« entsteht. Das Kind spürt ab sofort seine Lage oder auch den Druck auf seinen kleinen Körper, und gleichzeitig entwickeln sich seine Sinnesorgane. Darüber kann es wahrnehmen und erfahren, was in ihm und um sich herum geschieht.
Alle Reize, die aus dem mütterlichen Organismus oder aus der direkten Lebensumgebung der Mutter stammen, erreichen inzwischen auch das ungeborene Kind. Es ist von nun an auf „Beziehung, Kontakt und Lernen“ ausgerichtet.
Ultraschallaufnahmen zeigen eindrucksvoll, wie unmittelbar Babys auf die Stimmung ihrer Mutter reagieren: friedliches Schweben, lebhaftes Strampeln oder energisches Treten zeigen an, wenn ihnen etwas unangenehm ist.
Moderne Bindungs- und Säuglingsforschung bestätigt: Säuglinge sind hochkompetent. Ihre allerersten Erfahrungen legen das Fundament für emotionale Stabilität, Lernfreude und Beziehungsfähigkeit.
Ihr nächster Schritt
Wenn Sie sich auf die Reise des Mutterseins vorbereiten oder bereits mittendrin sind, unterstütze ich Sie gern dabei,
· innere Prägungen liebevoll zu erforschen,
· alte Belastungen zu lösen und
· Ihrem Kind einen kraftvollen, liebevollen Start ins Leben zu schenken.
Kontaktieren Sie mich für ein unverbindliches Kennenlernen. Gemeinsam schaffen wir ein sicheres Fundament – für Sie und Ihr Kind.
Meditation: https://youtu.be/2rF6mSrzAD0

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Bewusstwerdung, was Elternliebe vermag
Die Seele fühlt von Anfang an
Für alle Mystiker und Weisen bestand nie ein Zweifel, dass die Seele des noch ungeborenen Kindes von Anfang an existiert und intuitiv alle Empfindungen und Gedanken seiner Mutter wahrnimmt. So weiß in der Regel auch jede Mutter unbewusst um die Existenz ihres Kindes, lange bevor man dies medizinisch nachweisen kann.
Dieses Geschehen auf seelischer Ebene wird immer ein Geheimnis bleiben, selbst wenn man seit Mitte der 1970er Jahre über Ultraschalltechnik verfügt. So kann man heute nachweisen, dass die körperliche Entwicklung des Embryos mit der achten Woche weitgehend abgeschlossen ist.
Jetzt beginnt die Zeit der Herausbildung immer komplexerer Verbindungen zwischen den Sinnesorganen, dem Nervensystem und der Motorik.
Damit werden die Verhaltens- und Wahrnehmungsmöglichkeiten des Fötus enorm erweitert. Es ist gut nachvollziehbar, dass durch die Entwicklung der Sinne auch die Verbundenheit mit der Mutter immer intensiver wird.
Der Fötus nimmt wahr wie sie sich bewegt, wie sie spricht oder vielleicht auch singt, welche Musik sie besonders gern mag und vor allem was sie empfindet.
Es sind also die emotionalen Bedingungen, die das ungeborene Kind am allermeisten prägen. Diese neueren Erkenntnisse sind der modernen Hirnforschung zu verdanken, die über feine Messungen der Gehirnströme das alte Wissen von den Genen verdrängt haben.
Nach wie vor gilt die Aussagefähigkeiten von den Messungen verschiedener Hormone im Blut, die bestätigen, wie sehr Glückhormone das Wachstums des Fötus begünstigen, jedoch Stresshormone genau das Gegenteil bewirken. Alle Hormone und ihre Substanzen sind in jeder einzelnen Zelle sowohl bei der Mutter als auch beim Kind nachweisbar.
Daher sind die Lebensbedingungen von Mutter und Kind, gestützt durch den werdenden Vater, von unschätzbarem Wert. Jede liebevolle Zuwendung von ihm, die er seiner Frau und seinem Kind entgegen bringt, trägt zum Glück und Wohlergehen für beide maßgeblich bei.
Maria de Jong beschreibt auf wunderbare Weise, wie ein Vater jeden Abend den Bauch seiner Frau umfasste und rechts und links laut sagte: „Hallo mein Schatz, wie geht es dir?“ Nach einer Weile bemerkte er, wie sich das Kind unter seinen Händen zur jeweils angesprochenen Seite hinbewegte.
Dieses schöne Beispiel macht deutlich, dass zum Vater ebenso wie zur werdenden Mutter eine seelische Bindung von Anfang an besteht.